Donnerstag, 5. November 2015

What the Hell, Oween !










Das Soho House in Berlin - Treffpunkt für Prominenz und Kreativität. Der Großteil der Gäste lässt sich - auch wenn wir so etwas ja eigentlich nicht machen - über einen Kamm scheren. Vor allem in einer Sache: Dieser Schlag von Mensch liebt es in verschiedene Rollen zu schlüpfen, sich hinter einer Verkleidung zu verstecken und das Gefühl unerkannt und somit unbeobachtet die ganze Nacht durchfeiern zu können ohne dass morgen das Gerede zu groß ist. Der Reiz, nicht zu wissen, wer sich hinter der Maske neben einem verbirgt, ist zu groß. Die Gästeliste der Soho Halloween Party, die nur für Member und ihre Begleitung zugänglich ist, daher schon Wochen vorher ausgebucht.


 Geständnis: Ich verkleide mich auch gerne. Doch dieses Halloween Thema war mir irgendwie schon immer etwas gruselig.  Seit meiner Jugend etablierte sich in den letzten 10 Jahren zwischen Osterhasen und Weihnachtsmännern der grinsende Kürbiskopf als wiederkehrende Größe eines Festes, das man in Europa bisher kaum zur Kenntnis genommen hatte.  “Explosionsartig”, so stellte unlängst das Amt für rheinische Landeskunde in einer Studie fest, “breitet sich der Halloween-Brauch aus den USA bei uns aus.” Kostümvertriebe, Einzel- und Süßwarenhändler meldeten im vergangenen Jahr derartige Verkaufsrekorde, dass der Lebensmittelhersteller Kraft das Nahziel ausgab, “Halloween als drittes Standbein neben Ostern und Weihnachten etablieren” zu wollen. Die jährliche Steigerungsrate liegt im hohen zweistelligen Bereich. Deutschlandweit wurden mindestens 50 Millionen Euro umgesetzt und 5000 Halloweenprodukte auf den Markt geworfen. “Und dieses Jahr”, so verkünden Hersteller und Warenhäuser, “läuft es noch besser.”
Was aber steckt hinter dem Grinsen des ausgehöhlten und von Kerzenschein erleuchteten Kürbisses?Ich machte mich schlau: 
In der vorchristlichen Zeit teilten die Kelten im alten Britannien und Irland das Jahr praktisch und einfach in zwei Hälften, den Sommer und den Winter. In der Nacht, die nach heutiger Rechnung vom 31. Oktober zum 1. November lag, verabschiedeten sich die druidischen Priester vom Sommer (Sinnbild des Lebens) und hießen den Winter (Sinnbild des Todes) willkommen. 
Wir feiern also tatsächlich ein Fest, um den Tod zu begrüßen? 
Gott sei Dank informierte ich mich über die Historie von Halloween erst nach der Party und plane nun schnell den nächsten Sommerurlaub und feiere lieber das Leben!





Eure ZOE 
(der Name ZOE aus dem Griechischen übersetzt bedeutet 
übrigens passenderweise "das Leben")













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