Samstag, 3. Oktober 2015

Bali - another Beauty


Bali, ein neues Kapitel für mich. 
Alleine einmal um die halbe Welt fliegen war schon nicht ganz ohne - vor allem wenn man Flugangst hat. Zudem kam die Aufregung: Ich wusste so ziemlich gar nicht was mich dort erwarten würde, hatte Eat, Pray, Love (im Gegensatz zu wahrscheinlich 80% der anderen weiblichen Touris) nie gesehen und stellte mir um die Flugangst zu überstehen nun die perfekte unberührte Natur vor, das Paradies auf Erden sozusagen - mit weißen Sandstränden in einsamen Buchten mit Malediven-ähnlichem azurblauem Wasser und dazu tropische Blumen. 
Als ich völlig erschöpft und übermüdet nach 26 Stunden am hektischen Flughafen ankam und im Taxi zu Heavy Metal Musik durch die engen stinkenden Straßen, die von den Massen der Touristen und Einheimischen überladen waren,  fuhr, zweifelte ich stark ob dieses Reiseziel das richtige für mich sein sollte. 
Die unzähligen extrem  lauten Motorroller hupten und blockierten die gesamte Straße - totales Chaos, der Taxifahrer mit Rockertypischen langen Haaren und Hawaiihemd dazu schimpfte auf Balinesisch, drehte sich dann zu mir um und schrie TROPIC, TROPIC! 
Tropical? Typical? Ich stimmte ihm jedenfalls höflich lächelnd und nickend zu. Er daraufhin nur "Sorrysorrysorry. " Dieses 3 fache "Sorry" wiederholte er noch in etwa 5 Mal. Langsam nervte es ehrlicherweise, vor allem weil ich gar nicht so recht wusste wofür er sich eigentlich entschuldigt. Ich beruhigte ihn jedenfalls und eine halbe Stunde später (nach weiteren gefühlten 10 "Sorrysorrysorry") kamen wir schließlich an. Ich wollte nur noch, dass dieser ewig-lange Reisetag endete und fiel sofort ins Bett.

Am nächsten Tag raffte ich mich auf und entschloss mich mehr von der Insel zu erkunden und plante direkt einen Tag in Ubud. Ich besuchte den Affenwald und nach und nach ging mir durch diese süßen kleinen Gestalten das Herz auf und ich merkte, dass ich anfing zu lächeln. Ich kam daraufhin (die Wandlung vom Griesgram zum lächelnden Glückspilz muss ihnen wohl aufgefallen sein) direkt mit Einheimischen ins Gespräch und sie gaben mir den Tipp ca. 10 Minuten vom Monkey Forest entfernt mir die Reisterrassen anzuschauen. Sie boten mir an, mich direkt hinzufahren. Erst noch etwas zögerlich und mit Vorurteilen besetzt ("nicht bei Fremden einsteigen!") willigte ich ein, ich war ja eh alleine unterwegs, hatte keine weiteren Pläne - und fuhr schließlich mit 2 weiteren Touristen in einem kleinen Transporter zu den besagten Reisfeldern. Was ich dort vorfand, war genau das Paradies, das ich mir nicht einmal in meinen Träume so hätte vorstellen können. Sattes Grün, hohe Palmen, tropische Blumen, alles duftete und ich fühlte mich unendlich glücklich. Vor allem, weil ich merkte wie selbstlos und zuvorkommend die Balinesen waren. Und genau das machte diese Insel besonders schön, nämlich warmherzig und einzigartig. Es brauchte anscheinend nur Zeit,um das wahre Gesicht und die wahrhaftige Schönheit dieses Landes & der Kultur zu entdecken.

Es stellte sich im Nachhinein übrigens noch heraus, dass die Indonesier kein "f" sprechen können und sich mein erster Fahrer lediglich bei mir für den schrecklichen Traffic entschuldigen wollte. Wie unglaublich lieb. Ich sah ein, ich hatte noch viel über Land & Leute zu lernen.

Mehr zu meinen weiteren Bali-Erlebnissen in den nächsten Tagen!

Eure ZOE






























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